Mittwoch, 16. März 2016

Fastenzeit



34. Tag

Let's get it ... 

Es ist aus. Ich weiß es genau. Ich will es nur noch nicht wahrhaben. Scheibchenweise kann ich das nur aushalten. Das Ganze auf ein Mal würde mich zerstören. Ich hatte in all der Zeit ernsthaft geglaubt, dass er an die Liebe glaubt, so wie ich. Ich habe mich getäuscht. In die falsche Richtung habe ich mich getäuscht. Der Mann, den ich so geliebt habe, ist längst weg. Ich habe es mit allen meinen Mitteln versucht. Jetzt bist du dran. Du schuldest mir etwas. Dafür, dass ich an Dich glaube. Zeig mir Deine Mittel.



"Gehen dem Menschen Hühner und Hunde verloren, so weiß er, wo er sie suchen soll. Geht ihm sein Herz verloren, so weiß er nicht, wo er es suchen soll."

(Mengzi, 367 - 289 v. Chr., und ich war in Mathe so schlecht. Mengzi war ein bedeutender Nachfolger des Konfuzius. Unter seiner Reformation konnte der Konfuzianismus während der Hang-Dynastie zur chinesischen Staatsphilosphie aufsteigen)




P. S.: Ich habe heute drei Erkenntnisse gewonnen. Es geht um Schuld. Aber das ist nicht mein Thema. Sondern seins, das glaube ich zumindest. Vielleicht gibt es ja Menschen, die andere schuldig sprechen müssen, um mit eigenen Fehlern besser klar zu kommen. Wie das jetzt allerdings zu meiner Forderung an Gott weiter oben passt, weiß ich noch nicht. Zweite Erkenntnis: Ich faste schon seit Wochen nicht von ihm, sondern von meinem Leben. Falsche Richtung. Dritte Erkenntnis: Ich eigne mich nicht zur Drama-Queen. Rotwein, egal wie teuer, ist immer zu sauer.