Ich gehe ...
... gegen meine Depressionen. Jeden Tag. Egal welches Wetter. Einzige Bedingung: Es muss hell sein. Irgendwo lang und wieder zurück.
Ich schreibe ...
... gegen meine Dämonen. Oder mit ihnen? Oder für sie? Ich habe keine Ahnung.
Mir ist kalt. Ich mache mir jetzt was zu essen und pflanze mich dann vor die Glotze. Ich habe den langen Text, den ich heute schon geschrieben habe, wieder gelöscht. Dieses Gejaller macht keinen Sinn. Heute war ein guter Tag in der Schule. Grundschulkinder sind wie ein Sack Flöhe. Kaum zu bändigen. Aber alle von ihnen unglaublich bezaubernd. Na ja, auch wenn ich gerade nicht weiß, wie mein Leben weitergeht, bzw. wie ich möchte, dass es weitergeht. Heute habe ich gespielt. Den ganzen Nachmittag. Mit einer Horde 9-jähriger. Es hat so Spaß gemacht! Ballspiele, Karten gespielt, Musik gehört, erzählt, geturnt, versteckt und wieder Musik gehört und noch ein bisschen erzählt. Hach ... Seufz!
Danach bin ich gelaufen. Eine Stunde durch Kinderhaus, den Vorort, in dem die Schule liegt. Ein bisschen Wald, ein bisschen untergehende Sonne, ein bisschen mehr sehr kalt, ein bisschen Kopf freimachen. Und gemütlich habe ich es mir gemacht. Hinterher. Auf meinem Balkon. Fell auf die Bank, Kerze an, dampfender Kaffee und eine frische, heiße Waffel aus dem "Tante August". Abendstimmung auf fake-Island. Jetzt ist mir kalt, ich bin durchgefroren, nieße. Ich koche mir jetzt was, flätze mich auf's Sofa und gestatte meiner Müdigkeit von mir Besitz zu ergreifen. Mit heißem Tee und Honig.
Dämonen heute? Ja klar. Aber ich habe gerade keine Lust.
Bis morgen!